Aperschnalzen im Rupertiwinkel – Laute Wintertradition mit Charme

Aperschnalzen im Rupertiwinkel: Alle wichtigen Termine, Fakten und Hintergründe zur eindrucksvollen Wintertradition im Rupertiwinkel und Salzburg

19. Januar 2026 5 Minuten

Laut, wild, bayerisch: Aperschnalzen im Rupertiwinkel

Hast du schon von „Aperschnalzen“ gehört? Dieses traditionsreiche Spektakel lässt den Winter im Rupertiwinkel jedes Jahr so richtig krachen – und das im wahrsten Sinne des Wortes! Zwischen Berchtesgadener Land und Salzburg ist das Aperschnalzen ein einmaliges Erlebnis für Ohren und Augen. Statt Winterblues gibt’s hier Peitschenknallen und echte bayerische Lebensfreude. Egal, ob du zum ersten Mal davon hörst oder schon öfter live dabei warst: Hier findest du alles rund um Veranstaltungen, Hintergründe und Tipps zum Aperschnalzen im Rupertiwinkel. Herzlich Willkommen zu einer der originellsten Traditionen Oberbayerns!

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1. Aperschnalzen – Klangvolle Wintervertreibung im Rupertiwinkel

Aperschnalzen – das ist Brauchtum zum Anfassen, aber vor allem zum Hören! Jedes Jahr zwischen Dreikönig und Fastnacht ziehen Jung und Alt im Rupertiwinkel mit bis zu drei Meter langen Goaßln los, um den Winter mit ihren lauten Schlägen zu vertreiben. Der Name leitet sich vom mittelhochdeutschen „Aper“ (schneefrei) und „Schnalzen“ (knallen) ab. Vom Ursprung her war es wohl ein Fruchtbarkeits- und Reinigungsritual. Heute trifft sich die Region an den Wochenenden zu ausgelassenen Wettkämpfen mit Teams aus den Dörfern – inklusive Publikum und Feststimmung.

  • Teams von bis zu neun Schnalzern stehen nebeneinander
  • Rhythmus und Lautstärke entscheiden
  • Fast jede Ortschaft im Rupertiwinkel pflegt dieses Brauchtum

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2. Die wichtigsten Termine 2026 für Aperschnalzen im Rupertiwinkel

Du willst selbst dabei sein und Aperschnalzen als Teil Deines Familienurlaub Bayern erleben? Hier die wichtigsten Termine für 2026 im Rupertiwinkel, wo die Tradition besonders stark gelebt wird. Die Veranstaltungen finden meist sonntags auf Dorfplätzen oder in der Nähe von Gasthäusern statt – ein Treff für Einheimische und Gäste. (Stand Juni 2024, Änderungen und Ergänzungen nach Veröffentlichungen der Vereine möglich!)

25. Januar 2026: Rupertigau-Preisschnalzen, Feldkirchen (Landkreis Traunstein), Austragungsort: Sportplatz Feldkirchen

  • 1. Februar 2026: Rupertigau-Preisschnalzen, Ainring (Landkreis Berchtesgadener Land), Austragungsort: Ainringer Moos
  • 8. Februar 2026: Rupertigau-Preisschnalzen, Saaldorf-Surheim (Landkreis BGL), Austragungsort: Surheim, am Dorfplatz
  • 15. Februar 2026: Rupertigau-Preisschnalzen, Freilassing (Landkreis BGL), Austragungsort: Festwiese beim Heimathaus
  • 22. Februar 2026: Rupertigau-Preisschnalzen, Laufen (Landkreis BGL), Austragungsort: Laufener Auwiesen

Weitere Schnalzertreffen und kleinere Wettbewerbe finden zudem in Kirchanschöring, Petting, Teisendorf, Piding und Umgebung an den Januar/Februar-Sonntagen statt. Aktuelle Infos auf den Websites der jeweiligen Schnalzervereine und dem Rupertigau-Preisschnalzen-Verband.

Überall erwartet dich eine ausgelassene, aber familiäre Stimmung und oft sorgen regionale Musikanten und Wirte für das leibliche Wohl.

3. Ablauf eines Aperschnalzens: Regeln und Rituale

Bei den Aperschnalzen-Events treten Gruppen – sogenannte „Passen“ – gegeneinander an. Eine Passe besteht meist aus sieben bis neun Teilnehmern und einem „Vortakta“, der den Takt angibt. Dann geht’s los:

  • Alle Schnalzer stehen in einer Reihe und knallen nach festgelegtem Rhythmus und Signal.
  • Bewertet werden Präzision, Gleichklang, Lautstärke und Ausdauer.
  • Der Wettbewerb zieht sich oft über mehrere Runden.
  • Besonders die regionalen Jugendgruppen sorgen für frischen Schwung.

Nach alter Tradition gibt’s für die besten Gruppen Urkunden und regionaltypische Preise. Die Atmosphäre: bodenständig, herzlich und manchmal auch ganz schön wild – besonders, wenn sich das Knallen bis ins Publikum schallt!

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4. Geschichte des Aperschnalzen – Mehr als nur Lärm!

Schon vor Jahrhunderten war das Aperschnalzen im Berchtesgadener Land und angrenzenden Salzburg verbreitet. Der Ursprung liegt tief im bäuerlichen Jahreslauf: Das laute Schnalzen sollte die Natur wecken, böse Geister vertreiben und den Frühling herbeilocken. Manche Chroniken gehen bis ins 16. Jahrhundert zurück. Im Wandel der Zeit blieb das Aperschnalzen als identitätsstiftende Tradition erhalten – mit hohem Stellenwert für die lokale Jugend und Vereinswelt.

  • Die Peitschen werden oft handgefertigt
  • Viele Familien pflegen den Brauch über Generationen
  • Auch Mädchen und Frauen sind mittlerweile aktiv dabei

Wer dabei ist, spürt, wie Geschichte in die Gegenwart knallt!

5. So erlebst du das Aperschnalzen als Besucher: Tipps und Empfehlungen

Ob zum ersten Mal vor Ort oder als eingefleischter Fan – das Erlebnis Aperschnalzen bietet für jeden etwas:

  • Frühzeitig anreisen: Die Plätze in der Nähe der Startreihen sind schnell besetzt.
  • Wetterfeste Kleidung: Im Freien kann’s zapfig werden – warme Schuhe, Mütze & Co. nicht vergessen.
  • Ohren schützen: Das Knallen wird richtig laut – für Familien mit Kindern sind Ohrstöpsel empfehlenswert.
  • Regionale Spezialitäten probieren: Lokale Landwirte und Wirtshäuser verwöhnen dich mit Schmankerln wie Kaspressknödel oder frisch gebackenem Schmalzgebäck.

Besonders schön: Viele Wettbewerbe sind bewusst familienfreundlich gestaltet!

6. Wissenswertes und Kurioses zum Aperschnalzen

Du möchtest mehr wissen? Das Aperschnalzen hat überraschend viele Facetten:

  • Die Goaßl – die typische Schnalzerpeitsche – ist ein echtes Kunsthandwerk, das von speziellen Seilern gefertigt wird.
  • Auch in Österreich, z.B. im Salzburger Land, ist das Schnalzen beliebt – im Rupertiwinkel jedoch besonders intensiv gepflegt.
  • Die Tradition wurde ins Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes Bayerns aufgenommen.

Für Einheimische bedeutet das Schnalzen Zusammenhalt – viele Jugendliche freuen sich das ganze Jahr auf ihren großen Auftritt. Und selbst als Zuschauer spürt man sofort, wie sehr das Brauchtum in der Region verwurzelt ist!

7. Events, Sehenswürdigkeiten und Ausflugstipps rund ums Aperschnalzen

Kombiniere deinen Ausflug zum Aperschnalzen doch mit weiteren Highlights im Berchtesgadener Land! Sehenswert in der Umgebung:

  • Altötting: Der traditionsreiche Wallfahrtsort für einen (ruhigeren) Ausgleich.
  • Museen in Laufen und Freilassing: Spannende Exponate zu Brauchtum und ländlichem Leben.
  • Therme Bad Reichenhall: Entspannung pur nach einem frostigen Tag im Freien.

Extra-Tipp: Verbinde den Besuch mit einer Winterwanderung – etwa nach Maria Plain oder zu den schönen Weihern im Rupertiwinkel!

8. Fazit und kompakte Checkliste: Das Aperschnalzen – Unbedingt erleben!

Kurz und knapp: Das Aperschnalzen ist ein echtes Stück Oberbayern – laut, herzlich, familiär, urig. Die Mixtur aus Wettbewerbsgeist, echter Musik und deftiger Brotzeit macht den Event zum Pflichttermin!

  • Checkliste für deinen Aperschnalzen-Besuch:
  • Wetterfeste Kleidung & Schal
  • Kamera nicht vergessen – es gibt tolle Fotomotive!
  • Frühzeitige Anreise & Parkplatzsuche einplanen
  • Regionale Schmankerl genießen
  • Termine checken!
  • Respekt für die Tradition und die Aktiven zeigen
  • Nächste große Events findest du unter www.schnalzen.de

Du siehst: Aperschnalzen im Rupertiwinkel ist Glücksmoment, Krachmacher und bayerischer Stolz in einem. Bayern zum Anfassen – sei dabei!

Redaktionsfazit

Das Aperschnalzen gehört zu den traditionsreichsten und lebendigsten Brauchtümern in Oberbayern. Zwischen knallenden Peitschen, regionalen Köstlichkeiten und urgemütlichem Miteinander spürst du die Kraft und Herzlichkeit des Rupertiwinkels hautnah! Unbedingt vormerken – einmal erlebt, willst du garantiert wiederkommen!

Fotos: www.roha-fotothek.de

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